Die Regierung ändert die Regeln für Wettwerbung und schreibt Warnhinweise in den Anzeigen vor.

Wetten I 17.07.26

Von: Magno José

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SPA-MF aktualisiert die Liste der Unternehmen, die zur Durchführung von Sportwetten und Online-Glücksspielen berechtigt sind.
Neue Richtlinien des Finanzministeriums treten diesen Freitag (17.) in Kraft. Plattformen müssen künftig in allen Materialien Warnhinweise zu den Risiken von Sucht und pathologischem Glücksspiel einfügen und irreführende Inhalte verbieten.

Neue Regeln für die Werbung von Online-Wetten, sogenannten „Wetten“, sind am Freitag, dem 17. Juli, in Kraft getreten. Ab sofort muss jede Wettwerbung einen obligatorischen Warnhinweis des Finanzministeriums enthalten, ähnlich wie bei Zigaretten und alkoholischen Getränken.

Die Maßnahme verpflichtet Plattformen und Medienunternehmen, in allen Werbematerialien der Branche Warnhinweise zu den Risiken von Sucht und pathologischem Glücksspiel aufzunehmen. Das Modell orientiert sich an dem in Brasilien seit Jahren in Tabak- und Alkoholkampagnen angewandten Standard.

Die Warnhinweise müssen eine der drei in den Vorschriften festgelegten Formulierungen enthalten:

⇒ „Das Finanzministerium warnt: Glücksspiel kann zur Sucht führen“;

⇒ „Das Finanzministerium warnt: Glücksspiel führt zu Geldverlust“; oder

„Das Finanzministerium warnt: Glücksspiel ist keine Investition.“

Der Hinweis muss horizontal angeordnet sein, mit klarem und gut lesbarem Text, proportional zur Werbung und mindestens 10 % der Gesamtlänge bzw. -größe der Werbung.

Inhaltsbeschränkungen

Die Bundesregierung veröffentlichte in der Vorwoche außerdem eine Verordnung zur Einschränkung des Inhalts von Werbekampagnen für Wetten. Der Text verbietet Werbung, die Strategien, technische Meinungen oder Analysen präsentiert, die geeignet sind, „die Platzierung von Wetten mit festen Quoten auf ein bestimmtes Ereignis oder einen bestimmten Wettmarkt zu veranlassen oder zu beeinflussen“.

Die Verordnung verbietet Werbung, die:

⇒ suggerieren, dass man sich leichtes Geld erarbeiten oder Glücksspiel als Zeichen von Tugend, persönlichem, sozialem oder finanziellem Erfolg, als Priorität im Leben oder als gesellschaftlich attraktives Verhalten darstellen kann, unter anderem durch Äußerungen von Prominenten;

⇒ Glücksspiel als Einkommensquelle, als Anlageform, als Alternative zur Erwerbstätigkeit, als Lösung für persönliche oder finanzielle Probleme oder als Mittel zur Wiedergutmachung früherer Verluste darstellen;

⇒ übermäßiges Glücksspiel fördern oder Handlungsaufforderungen mit Werbemechanismen enthalten, die ein sofortiges Handeln seitens des Spielers nahelegen;

⇒ falsche oder irreführende Informationen enthalten, insbesondere über die Gewinnchancen oder über den möglichen Einfluss der Fähigkeiten oder Erfahrungen des Wettenden auf das Ergebnis;

⇒ Wetten mit illegalen oder diskriminierenden Einstellungen oder Verhaltensweisen verknüpfen, Botschaften sexueller Natur oder körperlicher Objektifizierung verwenden oder die kulturellen Überzeugungen und Traditionen des Landes verletzen; und

⇒ ob sie sich direkt oder indirekt an Kinder und Jugendliche richten.

Diese Inhaltsbeschränkungen galten bereits seit der Woche vor der Veröffentlichung der verpflichtenden Bekanntmachung.

Position des Ministers

Finanzminister Dario Durigan kündigte die Maßnahmen vergangene Woche an und betonte nachdrücklich die Missachtung von Plattformen, die ohne Genehmigung operieren. „Wir schränken die Werbung für Wetten im Land ein. Ich muss es nicht extra erwähnen, denn es liegt auf der Hand: Wir dulden keine illegalen Aktivitäten. Illegale Wetten sind daher unter keinen Umständen erlaubt, und weder Werbetreibende noch Medienunternehmen dürfen Werbung für Unternehmen ausstrahlen, die nicht zum Betrieb auf dem Markt berechtigt sind“, erklärte der Minister.

 


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