Die Bekämpfung des illegalen Wettmarktes ist dringend und kann nicht aufgeschoben werden.

Wetten , Meinung I 29.07.25

Von: Magno José

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Die Bekämpfung des illegalen Wettmarktes ist dringend und kann nicht aufgeschoben werden.
Fernando Gallo*

Die öffentliche Debatte über den Wettsektor in Brasilien und seine wirtschaftlichen und sozialen Folgen wird stark durch die fehlende Unterscheidung zwischen reguliertem und illegalem Markt getrübt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Welten ist gravierend und muss dringend von Behörden, Presse und Öffentlichkeit verstanden werden. Es ist notwendig, die Debatte zu klären und entschiedenere Maßnahmen zur Eindämmung des illegalen Marktes zu ergreifen – er stellt die wahre Bedrohung für die brasilianische Gesellschaft, die Wirtschaft und den Sport dar.

Brasilien erlebt einen entscheidenden Moment in der Regulierung von Online-Sportwetten. Die Legalisierung dieses Marktes mit dem Erlass des Gesetzes 14.790/2023 und der Veröffentlichung der ersten Verordnungen war ein wichtiger Schritt hin zu Mechanismen zum Schutz der Nutzer, zur Gewährleistung von Rechtssicherheit und zur Generierung von Steuereinnahmen. Doch Regulierung allein genügt nicht: Es bedarf konsequenten Handelns, um die Illegalität einzudämmen.

Eine Studie von LCA und dem Locomotiva-Institut schätzt, dass der illegale Markt 51 % ausmacht. Das bedeutet, dass von jedem in Brasilien eingesetzten 10-R$-Wettbetrag 5 R$ auf nicht lizenzierten Plattformen getätigt werden. Warum das wichtig ist: Im Gegensatz zu regulierten Plattformen, die sich an strenge gesetzliche Vorgaben halten, operiert der illegale Markt am Rande des Gesetzes, ohne jegliche Verpflichtung, den Zugang für Minderjährige zu verhindern, Suchtprävention zu betreiben oder die Integrität des Sports zu gewährleisten.

Zum Schutz der Nutzer halten sich legale Glücksspielseiten an die Vorschriften und setzen strenge Kontrollmechanismen wie Gesichtserkennung und die Erfassung von Ausweisdokumenten ein, um Minderjährige von der Nutzung der Plattformen auszuschließen. Im illegalen Markt ist dies nicht der Fall; dort spielen Kinder und Jugendliche weiterhin.

Legale Anbieter wie Betano halten sich an die Gesetze und verfolgen Richtlinien für verantwortungsvolles Spielen, darunter Selbstausschluss-Optionen, Selbstlimitierung, freiwillige Sperrung und Warnungen vor riskantem Verhalten. Im illegalen Markt hingegen werden diese Mechanismen nicht nur ignoriert, sondern durch aggressive Angebote und irreführende Versprechungen oft sogar zu zwanghaftem Spielen angeregt.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Kontrast ebenso frappierend. Autorisierte Betreiber zahlen Steuern auf den Bruttoumsatz, Inspektionsgebühren und Konzessionsgebühren. Die Regierung selbst berichtete, dass Wettanbieter zwischen Januar und Mai bereits 3 Milliarden Reais an Steuern entrichtet haben. Mehr als 2 Milliarden Reais wurden an Konzessionen gezahlt. Legale Wettanbieter schaffen Arbeitsplätze, beauftragen Zulieferer und fördern Vereine und soziale Projekte. Illegale Plattformen hingegen hinterziehen Steuern, veruntreuen Ressourcen und erzeugen unlauteren Wettbewerb. Laut einer Studie von LCA und Locomotiva gehen dem Staatshaushalt jährlich 10 Milliarden Reais verloren.

Auch die Integrität des Sports steht auf dem Spiel. Seriöse Unternehmen nutzen Betrugsbekämpfungsinstrumente und melden Verdachtsfälle von Spielmanipulation den Behörden. Bekannte Fälle mutmaßlicher Spielmanipulation mit Beteiligung brasilianischer Spieler gehen auf Beschwerden der Wettanbieter selbst zurück (die übrigens selbst Opfer von Manipulationsversuchen werden und dadurch Geld verlieren). Im illegalen Umfeld gibt es keinerlei Kontrolle – und genau dort gedeiht die Spielmanipulation und bedroht die Glaubwürdigkeit der Wettbewerbe und den Geist des Sports.

Legale Wettanbieter zahlen mindestens 85 % des Einsatzes an die Wettenden zurück und verfügen über nachvollziehbare Algorithmen. Illegale Anbieter hingegen können das gesamte Geld der Wettenden einbehalten. Legale Wettanbieter sind verpflichtet, strenge Mechanismen zur Bekämpfung der Geldwäsche zu implementieren und Verdachtsfälle dem COAF (Council for Financial Activities Control) zu melden. Illegale Wettanbieter werden häufig eigens zur Geldwäsche aus der organisierten Kriminalität gegründet.

Wir müssen an mehreren Fronten aktiv werden: Zahlungsinstitute, die für den illegalen Markt tätig sind, müssen unterbunden werden; illegale Websites und Anwendungen müssen effektiv blockiert werden; die Strafen für Unternehmen und Vermittler, die ohne Lizenz arbeiten, müssen verschärft werden; es müssen Aufklärungskampagnen durchgeführt werden, um die Verbraucher zu informieren; und es muss eine Koordination mit digitalen Plattformen geben, um irreguläre Werbung einzudämmen.

Der legale Markt, zu dem Betano mit Stolz gehört, fürchtet keine Regulierung – im Gegenteil: Er verteidigt, fördert und verbessert ihn. Doch ohne eine wirksame Bekämpfung des illegalen Marktes wird jede Regulierungsmaßnahme unzureichend sein, und ein erneutes Verbot würde alle Wettenden nur wieder in die Illegalität zurücktreiben. Die brasilianischen Verbraucher, der Sport und die Staatskasse verdienen ein ehrliches, verantwortungsvolles und wettbewerbsorientiertes Umfeld. Es ist höchste Zeit zu handeln.

(*) Fernando Gallo ist Leiter der Abteilung für öffentliche Politik bei Betano in Brasilien. Der Artikel wurde auf UOL Notícias veröffentlicht.

Foto: Pressemitteilung/Betano

 


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