Untersuchungen zeigen, dass 70 % der brasilianischen Glücksspieler Kontakt zu unregulierten Webseiten hatten.

Wetten I 30.09.25

Von: Magno José

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Untersuchungen zeigen, dass 70 % der brasilianischen Glücksspieler Kontakt zu unregulierten Webseiten hatten.
Eine Kampagne des brasilianischen Instituts für verantwortungsvolles Spielen hat zum Ziel, Nutzer darüber aufzuklären, wie sie legale Plattformen an der vom Finanzministerium autorisierten Domain .bet.br erkennen können.

André Gelfi, Direktor und Berater des brasilianischen Instituts für verantwortungsvolles Spielen (IBJR), nahm an der von Journalist Nivaldo Prieto moderierten Sendung „Debate Bet“ teil. Am Dienstag (30.) betonte er die Bedeutung der Kampagne des Instituts, die noch bis Ende des Jahres ausgestrahlt wird, um das Bewusstsein für die Relevanz von Regulierung und Spielerschutz zu schärfen. Gelfi erklärte: „Das Geld, das auf dem Schwarzmarkt gesetzt wird, fließt oft außer Landes.“

Die Initiative folgt auf eine vom IBJR in Auftrag gegebene Studie des Locomotiva-Instituts und der LCA, die ergab, dass rund 50 % des brasilianischen Wettmarktes weiterhin im Verborgenen operieren. Die Studie zeigte außerdem, dass etwa 70 % der Brasilianer, die in letzter Zeit gespielt haben, unregulierte Webseiten genutzt haben, was einem geschätzten jährlichen Einnahmeverlust von 10 bis 11 Milliarden Reais entspricht.

In der Debatte diskutierten Beatriz Gimenees von DF Digital und Rafael Coraça, Marketingdirektor von EGT, die Schwierigkeiten brasilianischer Nutzer bei der Unterscheidung zwischen regulierten und unregulierten Websites. Die Kampagne wurde vor dem Hintergrund ins Leben gerufen, dass der Sektor erst im vergangenen Jahr reguliert wurde; die neuen Regeln traten im Januar 2025 in Kraft.

Nach sieben Monaten Regulierung hat der formale Markt etwa die Hälfte des Marktanteils im brasilianischen Wettsektor erobert. Die Teilnehmer betonten, dass dieser Fortschritt durch weitere Bildungsinitiativen gefestigt werden müsse.

Die Kampagne richtet sich an brasilianische Wettkunden, insbesondere an diejenigen, die möglicherweise unwissentlich illegale Plattformen nutzen. Ziel ist es, ihnen beizubringen, wie sie regulierte Webseiten mit der Domain .bet.br erkennen, die ausschließlich von Unternehmen mit Zulassung des Finanzministeriums verwendet wird.

Die Materialien werden über verschiedene Kommunikationskanäle, darunter Fernsehen und soziale Medien, verbreitet. Das Hauptvideo präsentiert das Konzept „Es gibt Wetten und es gibt Wetten“ und unterscheidet legale von illegalen Wettplattformen. Die Kampagne umfasst insgesamt vier Videos, von denen eines speziell das Verbot von Wetten für Minderjährige thematisiert.

„Sehen Sie, wir haben im Institut ein Gerät, das uns alarmiert, wenn jemand zu weit geht“, erklärte Gelfi und hob die von regulierten Plattformen implementierten Schutzmaßnahmen hervor. Beatriz Gimenees sagte: „Sehen Sie, ich möchte genau diese Struktur haben“, und bezog sich dabei auf die Compliance-Arbeit, die DF Digital mit Influencern durchführt.

Die Studie ergab außerdem, dass 70 % der Wettenden, die illegale Plattformen nutzen, kein Interesse daran haben, sich über legale Angebote zu informieren. Ein weiteres Ergebnis zeigt, dass viele dieser illegalen Seiten lediglich „Spiegelbilder“ legaler Plattformen sind, was die Nutzer verwirrt.

Rafael Coraça betonte die Bedeutung von Aufklärung in der Branche: „Ich will nicht wetten, ich will euch nur beim Spielen zusehen, versteht ihr? Ich amüsiere mich schon jetzt.“ Diese Aussage verdeutlicht, wie Follower verantwortungsbewusster Influencer ein gesundes Verhältnis zu Inhalten über Wetten entwickeln können.

Die Teilnehmer der Debatte warnten vor möglichen Steuererhöhungen für den Sektor, die dem illegalen Markt zugutekommen könnten, indem sie die Wettbewerbsfähigkeit regulierter Unternehmen verringern. Die effektive Sperrung von Zahlungsmethoden für illegale Webseiten wurde als wichtige Lösung genannt, jedoch ohne nähere Erläuterung ihrer praktischen Umsetzung.

Gelfi erklärte, die größte Herausforderung für den Sektor bestehe darin, „diese Debatte zu beleuchten, damit wir tatsächlich einen nachhaltigen Markt haben können. Es gibt keinen Markt, der gut für den Betreiber, schlecht für die Gesellschaft oder schlecht für den brasilianischen Staat ist. Er muss für alle gut sein.“

 


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