Die Regierung will das Wettangebot regulieren, um Impulskäufe einzuschränken.

Das brasilianische Preis- und Wettsekretariat (SPA) hat bereits den nächsten Schritt zur Regulierung von Wetten in Brasilien festgelegt: die Einschränkung von Plattformmechanismen, die zu Impulswetten verleiten. Zu den Zielen gehören beschleunigte Spielrunden und die automatische Wettwiederholungsfunktion, die jegliche Nutzeraktion überflüssig machen.
Die Information wurde in Guilherme Amados Kolumne auf AmadoMundo veröffentlicht. Demnach will die Bundesregierung direkt in die Gestaltung der Glücksspiele eingreifen, doch diese Maßnahme setzt einen vorherigen Schritt voraus: die Regulierung der Geschäftsbeziehungen zwischen Wettanbietern und ausländischen Technologieanbietern.
Das Hindernis ist struktureller Natur. Wettplattformen entwickeln keine eigenen Spiele, sondern mieten Systeme von globalen Branchenriesen. Jede Änderung der Spielmechanik betrifft diese externen Anbieter direkt, weshalb Regeln zunächst auf Ebene der Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen festgelegt werden müssen.
Regulierungslücke bereits identifiziert
Das Fehlen von Regeln bezüglich suchterzeugender Gestaltung bei Wettplattformen wurde bereits als Problem identifiziert. Eine aktuelle Studie von FGV Ibre bezeichnete diese Lücke als „strukturell“ in der brasilianischen Regulierung, und Experten kritisierten das Fortbestehen dieser Instrumente ohne Einschränkungen.
Mechanismen, die Impulswetten begünstigen, sind derzeit noch zulässig. Die SPA, die für die Überwachung von Wetten im Land zuständige Behörde, hat bereits einen festgelegten Fahrplan: Zunächst reguliert sie die Beziehungen zu Technologieentwicklern, anschließend geht sie zur Konfiguration der Spiele selbst über.


